
Hier wollen wir Ihnen Timmy, unserer reinrassigen West-Highland Terrier, vorstellen. Der kastrierte Rüde wurde am 07.11.2005 geboren und sitzt ist seit Oktober 2006 bei uns im Tierheim.
Timmy ist es gewöhnt in der Wohnung zu leben, er ist stubenrein und bleibt auch einige Stunden, ohne zu murren alleine zu Hause. Aber eigentlich gibt es keinen Grund den kleinen Kerl alleine zu lassen, denn er liebt es seine Menschen im Auto zu begleiten.
Timmy hat ein ausgeglichenes Gemüt und ist mit seinen Artgenossen gut verträglich, allerdings Schäferhunde und die so genannten Kampfhunde sind ihm ein Dorn im Auge. Auch an Katzen ist Timmy gewöhnt. Er liebt ausgedehnte Spaziergänge, herumtoben mit seinen Freunden und natürlich das ausgiebige Schnüffeln an jeden Grashalm.
Alles in allem könnte Timmy ein Traumhund sein, aber leider ist bei seiner Erziehung so einiges schief gelaufen, er ist ein verunsicherter Hund, der seinen Platz in der Menschengesellschaft nicht kennt. Wenn ihm etwas komisch vorkommt, er etwas Verbotenes getan hat oder sein Mensch etwas für ihn falsches macht, beißt er zu.
Timmy ist nur für Hunde-Erfahrene Menschen geeignet, die dem kleinen Kerl das richtige Maß an Strenge, Vertrauen und Regelmäßigkeit in seinem Leben geben können. Der Westi ich nicht geeignet für Kinder oder Menschen die einen Schoßhund zum verwöhnen suchen. Der Kleine muss genau wie ein ganz Großer erzogen und behandelt werden. Sind Sie die Richtigen um die Herausforderung Timmy anzunehmen?
So, da ist er schon. Mal wieder viele Stunden im Auto, aber er ist aus dem Tierheim raus. Der Start war nicht fulminant. Beim ersten kurzen Gassi hing er nur an Coffeys Po und ging ihr auf die Nerven. Lena ging gleich ins Abseits - dankeschön..
Das ist Aki - noch trocken - ist ja auch mal nett, so ein plüschiger Hund:

Lena attackierte ihn, als ich ihn ins Auto tun wollte - klar, dann wollte er nicht mehr rein, Coffey nützte die Gelegenheit, um das Tierheimgelände näher anzuschauen... schließlich war Lena im Kennel eingesperrt und Aki saß auf einer dicken Matte unten vor dem hinteren Sitz. Von ein paar Autos kam die Frage, ob "der Hund" mir gehöre.. Komm Coffey, wir wollen jetzt fahren! Endlich drin - dann wollte der Westie aber ewig wieder raus springen und ich konnte die Autotüre nicht zu machen... ihn in den Kennel ging auch nicht, weil er ja kräftig zubeißt, wenn ihm was nicht passt. Das probiere ich erst, wenn meine Security Kevlar Handschuhe angekommen sind ;-)
Aber irgendwann war dann dank spezieller Leinenwickeltechnik die Türe zu und wir konnten losfahren. Während der Rückfahrt grübelte ich drüber, wie ich ihm wohl das Brustgeschirr anziehen könnte und wie das Problem mit dem Tanken und Westie allein im Auto gelöst werden könnte. Es half nichts. Beides musste gelöst werden. Bei Würzburg hielt ich an. Klar, Westie denkt nur an raus aus der Kiste - zerr zerr... Richtung draußen. Ich dachte, jetzt ist er so beschäftigt, jetzt probiere ichs. Beim ersten Versuch, es ihm überzuziehen, guckte er streng - nun ja.. aber es musste sein, damit er besser gesichert ist und nicht immer diesen Halsdruck hat - davon wird die Laune auch nicht besser. Schließlich hab ich es also um ihn rumgewurschtelt - der Steg ist noch verdreht, aber für heute musste es reichen. Leine dann so in die Türe eingeklemmt, dass Westie nicht vorspringen konnte und zack zack an die Zapfsäule. Ging gut.
Daheim angekommen, alle Würstchen, die er vorher bekommen hatte, damit die Pflegerin sich traut, ihn anzuleinen, genau da, wo die Fußmatte aufhört - zwischen Sicherheitsgurtansatz usw. Coffey drängt nach hinten, um mir beim Saubermachen zu helfen - nö Coffey, das ist echt ne Sauerei, bleib vorne!!! Nö, bleib ich nicht!!! Doch Coffey, mach dich vom Acker!!! Manno. Blöder Westie, blöder - Coffey zieht beleidigt ab.
Spaziergang durch den Wald. Gefällt ihm. Hängt aber leider ununterbrochen am Po von Coffey. Macht MIR nicht richtig Spaß, so zu laufen. Beagles sind genervt und entziehen sich. Westie wird schlammiger und schlammiger. Ich denke so über die Möglichkeiten eines Kurzhaarschnittes bei Westies nach ;-) Wie krieg ich diesen verdreckten Hund nachher sauber???????? Regen, Regen, Regen... wieder am Auto kann ich ihn doch zumindest bißchen abreiben - Richtung hinten guckt er streng...wann wohl Kevlar kommt???
Hoch in die Wohnung ging er problemlos und verhielt sich dann auch drin recht angenehm. O.k. nach 2 Minuten musste der erste Putzschwamm dran glauben - er zerfetzte ihn eine Weile - ich dachte so an den Billerbecker mit dem zerbissenen Schrank usw. ... und meine von Paul zerfetzten Unterhosen - alles kommt wieder hmmm... aber gut, so ist das halt mit jungen Hunden... Zwischendurch schaute Aki dann auf und hatte im Blick "das darf ich nicht - macht sie mir ne Szene??" Als ich gar nichts machte, wurde es ihm langweilig und er hörte auf, um sich einem anderen Papier zu widmen. Die Wohnung war nach kurzer Zeit mit Papierteilchen bedeckt.
Doch jetzt endlich mal ein paar Bilder - Ankunft daheim:
so sieht dann ein nasser Westie aus... aber Magnusson schmeckt auch ihm. |
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Coffey dachte mit und apportierte sehr passend vom Nebenzimmer den Verbandskasten, der da rum lag:
Es gab erstmal eine Siesta, um Ruhe einkehren zu lassen. Heute abend war ich nochmal spazieren. Ich hatte das Gefühl, dass er sehr zufrieden ist. Lief ausgesprochen selbstbewusst, transportierte mit größtem Stolz auch einen riesigen Ast. Zerrspiele scheint er zu mögen. Ob ich es mag, weiß ich noch nicht. Ich sage nur Kevlar :-)
Vorhin hab ich noch bißchen mit ihm dogbrick angefangen und bißchen gezerrt - er scheint dabei nicht zu beißen. Er kommt auch ständig zu mir und sucht wohl Sicherheit. Lässt sich streicheln, sucht Nähe. Aber ich lass ihm viel Raum.
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Tag 4
Aki fühlt sich glaub ich wohl. Bisher komm ich auch gut mit ihm klar. Ist halt ein Terrier... sehr sehr selbstbewusst draußen (geht ständig auf irgendwas los incl. Jogger, Hunde und Pferde - von beiden gibt es hier sehr viele). Ich weiß nicht, ob er tatsächlich zubeißt, aber zumindest ist er kurz davor. Heißt, man muss draußen verdammt aufpassen, wenn er frei läuft. Mitlaufen tut er perfekt, ich muss ihn nie rufen.

Aber dass er auf Zuruf kommt + sich dann auch gleich anleinen lässt, da hab ich noch zu tun. Er ist ziemlich handscheu. Wenn ich die Hand ausstrecke, weicht er zurück. Gestern wollte er sich fast nicht mehr draußen anleinen lassen. Aber als ich dann freundlich genervt gesagt habe "Ach Aki, jetzt komm halt", da hat er sich hingesetzt und gewartet. Er ist leider auch in der Wohnung sehr wachsam und schreit schnell los - der einzige Punkt, der einfach hier nicht geht. So bin ich ihm gestern hinterher und wollte ihn, mangels Alternativmöglichkeiten, mit einem Lappen von der Türe verscheuchen - in der anderen Hand das Handy mit meiner Freundin dran... - ich wedel so mal kurz und da geht der hoch, aber hallo. Biss wie bekloppt in das Tuch - am Telefon beeindrucktes Schweigen - ja und verbiss sich richtig. Ich hab ihn dann einfach am Lappen hängend ins Zimmer befördert und die Türe zugemacht und dann wars auch wieder gut, aber ich habe eine Impression bekommen...

Am 2. Abend knurrte er mich in der Küche an, als ich schaute, was er da für Geräusche macht - ein scharfes rrrrrrrrrrrrrrr.... er hing über einem Kissen und berammelte es. Da ließ er sich aber mit einem Fischteilchen ablenken. Es ist so eine Mischung bei ihm - einerseits ist er wirklich ungewöhnlich selbstbewusst und dann muss aber auch einiges passiert sein - er hat auch Angst. Im Moment sind wir noch an ganz basalen Dingen wie Geschirr anziehen, ins Auto springen, baden, anfassen lassen, hochnehmen, im Körbchen schlafen... und kommen voran. Heute morgen saß er zum ersten Mal ganz still, als ich ihm das Geschirr überzog. Erstaunlich, wenn man an das Theater der letzten Tage denkt! War fast nicht möglich und ich war innerlich ziemlich schweißgebadet. Man muss halt auch so nah ran beim Geschirr und ich denke immer an die durchgebissene Hand... baden ging erstmal nur mit Maulkorb, aber da er sogar unter dem Maulkorb grün war, hab ich ihm den dann unter der Dusche runter und er hat brav durchgehalten. Streicheln mag er auch, zunehmend bleibt er auch ruhig dabei. Davor ist er ständig weg- und rumgewutzelt. Körperberührungen sind ihm eher bedrohlich. Ich habe angefangen, mit ihm zu clickern. Er ist irgendwie erstaunt über das Prinzip - es gefällt ihm, aber ganz hat er es noch nicht kapiert. Handtouch machen wir. Ich übe bißchen am "Aus", dass er Sachen los lässt, am "komm", ein bißchen dogbrick, das Holzspiel. Jepp - während der mail wollten sowohl Aki als auch Coffey spielen - aber beide haben irgendwie Angst voreinander. Immerhin, sie haben zum ersten Mal miteinander Tauziehen gespielt. Habs immer wieder beiden hingehalten und mit dem freien Ende gewutzelt :-) Es gibt viel zu tun - packen wirs an heißt es :-) Ach ja... Westies im Regen sind nach wie vor keine schöne Sache... ein beißender Westie voll mit Schafsdreck auch nicht...
Tag 5
jetzt hat er sich vorhin die ganze Zeit in den einen Hinterfuß gebissen - schau ich mit strampelndem keifenden Westie + Maulkorb (ob er wirklich dicht ist?????) den Fuß an - na toll, GENAU das kann ich noch brauchen - ist irgendein Ekzem oder was drauf. Ist total schwer ihn einzuschmieren. Ich probiers jetzt erstmal mit Surolan und hoffe, dass er sich weiterhin wenigstens den Maulkorb überziehen lässt. Sonst wird es eklig. Muss man auch sauber schneiden... bingo... Im einen Ohr scheint auch was zu sein. Na, schau mal bei so nem Hund rein... patsch ich jetzt auch erstmal Surolan rein. In den meisten Fällen hilft es. Werd ihm noch ein Baipamun spritzen - dann kann man nur hoffen... das ist immer, wenn die aus dem TH kommen... total gestresst und dann kippen sie um. Würmer, Pilze, Ekzeme... Aber sonst lief es heute super mit ihm. Ich hatte ihn zum ersten Mal in der Uni dabei und sah ihn schon fiepend, jaulend, keifend in der Ecke sitzend - nein, Aki, war ganz brav und blieb auch mal alleine im Zimmer, wenn ich was drucken musste oder so. Erstaunlich. Auch auf der Hundewiese macht er Fortschritte - prescht nicht mehr einfach vor, um zu Hunden zu rennen, sondern hat gelernt zu wenden und sich den Chip abzuholen. Das ist natürlich sehr! angenehm. Ich mein, natürlich nicht hunderprozentig, aber vielleicht achtzigprozentig.
Beim Spielen kommen wir auch bißchen voran - guckt selbst (ging aber nur kurz das Spiel) - ja, und neues Kochgeschirr, was ich mir rrrrrrrrrrrrrrrrr anprobieren durfte - statt, dass er sich freut der Depp ;-) - und der Strumpf wird mir hoffentlich von der Westiehilfe ersetzt ne!:
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Tag 6: Dieser Tag...dumm dumm dumm... der wird kein leichter sein.... Dieser Tag wird steinig und schwer...

"Kannst kommen, Marion!" Sehr sehr entgegenkommend bekam ich von weiblichen Tierheimmainzelmännchen die Erlaubnis, mit Aki zur Fußbehandlung zu kommen. Mir lag die Sache etwas im Magen, weil ich ja schon die ersten Impressionen von Akis Meinung zur Pediküre bekommen hatte. Doch ich war nun zuversichtlich. Schließlich hatten wir eine Profischere, einen Profitisch und Helfer, die den Hund halten konnten. Alles besser, als alleine!
Tapp, tapp, tapp, rein ins Tierheim. "Ach, das ist dein neuer Beagle???" "Hä, wieso hast du denn jetzt einen Westie???" "Woher haste DEN denn wieder?????" Denen wird das Lachen schon noch vergehen, dachte Aki und tappelte hinter ins Behandlungszimmer.
Maulkorb drüber (oh, er lässt es wieder mit sich machen, uff), rauf auf den Tisch. Melanie holt die schärfste Schere aus der Geheimecke und beginnt das Werk. Ähm, beziehungsweise, sie versucht, das Werk zu beginnen...
"Kathaaaaaaaa, hilfst du mal????" Wir waren nun zu dritt. Ich hielt das tobende Tier am Kopf, Katha am Bauch, Melanie weiter entschlossen an der Hinterpfote. "Oh..." meinte sie. Pilz, Ekzem??? Jedenfalls muss das Haar eindeutig ab. Der Maulkorb rutscht ab. Achtung!!!! Pause. Aki lässt sich den Maulkorb wieder anziehen - uff... Surolan drauf. Eigentlich täts uns jetzt reichen.
Nächster Fuß. Gleiches Theater, aber Melanie arbeitet sich vor - auch an diesem Hinterfuß ist das Ekzem, oder was es auch ist. Surolan drauf. Abgerutschten Maulkorb drauf, zweiten Maulkorb drüber, damit Maulkorb 1 nicht abrutscht.
Vorderfuß. Nun tanzt der Bär... Aki HASSSSSSST die Vorderfußbehandlung. rrrrrrrrrrrrrrrrrrr........... nicht dran zu kommen. Der Maulkorb1 und Maulkorb 2 rutschen ab. Aki hechelt nervös. Wir stehen zu dritt etwas ratlos da und kraulen alle an dem Hund rum. Die Tür geht auf. "Was macht ihr denn da???? Kraul kraul?????" Da war nun auch die Birgit (mit ihrer Neigung zu kleinen bissigen Hunden - die Birgit, der Paulemann damals seine Freiheit verdankte). Birgit war noch frisch und guter Dinge. Hielt Aki. Birgit hat schon sehr lange Tierheimerfahrung und bleibt souverän. Zieht nach wenigen Minuten ihre Jacke aus ;-) Aki tobt. Birgit krault. Nächste Runde.
Birgit erzählt Aki eine nette Geschichte von Kindern, die Angst vor dem Doktor haben und schon im Vorfeld losschreien. Aki hört nicht so richtig zu, Aki heult weiter, hängt in Birgits Arm, kommt aber nicht richtig voran mit seinen Aktionen. Melanie schneidet stoisch weiter Haare ab. Auch im Vorderlauf sind die Pickel. Surolan drauf. Vierter Fuß... Die Tierheimchefin kommt rein und schaut so zu. Hat keine Zeit bissige Westies zu halten. Dank ihrer Erlaubnis durfte Aki ins Tierheim kommen. Einfach so. Und wir sagen an dieser versteckten Stelle: GANZ GANZ HERZLICHEN DANK!!!!!!!
Melanie hat keine Lust mehr, Surolan auf die vierte Pfote zu schmieren. Doch jetzt bin ICH wieder fit und entschlossen und patsch ihm das Zeugnoch drauf. Birgit hält tapfer weiter. Danke auch Birgit, danke Melanie und danke Katha, dass ihr alle geholfen habt!! Pediküre für heute beendet. Morgen kommen wir wieder lalalaaaaaa...
Tag 8
Ich weiß nicht, ob die Pfoten jetzt besser sind oder ob es sich weiter ausbreitet -jedenfalls fing er heute wieder an zu lecken und ich hab ihm nun auch noch die Halskrause umgetan - ach je... der arme kleine Hund.... aber er hält sich tapfer und kennt die Halskrause auch.

Gerade hab ich ihm wieder lange die Pfoten eingeschmiert - immerhin, es ging zum ersten Mal ohne Theater - zwar mit Maulkorb, aber er lag immerhin ohne rrrrrrrrr... in seinem Körbchen und ließ es geschehen. Vielleicht geht es in einiger Zeit doch auch ohne Maulkorb. Vorteil an dem ganzen Prozedere ist, dass ich mit ihm sehr viel Körperübungen mache und so auch voran komme. Hab ihn gerade auch noch lange mit einer Bürste und zum Teil einem Flohkamm bearbeitet - ich weiß nicht, diese Haare... man kämmt und kämmt, aber nach 2 Minuten sieht es eigentlich aus wie vorher...
Beim Spazierengehen habe ich dazu gelernt! Der Westie kommt bei Schafsdreck nun an die Leine. Nochmal hab ich die Tage keine Lust auf grünen Hund. Ich versuche ihm die hysterische Kreischerei abzugewöhnen - wenn ich rechtzeitig die Leine dran mache, geht es schon besser, aber wenn er frei ist, dann prescht er mit Freude nach vorne und kreischt alles an, was vorbei kommt. An die Jogger scheint er sich etwas zu gewöhnen.

Vor Hunden hat er eher Angst. Wenn ich abdrehe, ist er meistens auch zufrieden. Meistens rennt er hin zu anderen Hunden, wendet dann aber und kommt zurück.
Leider kann ich immer noch nicht die Filmchen verkleinern, aber wenigstens einen Minieindruck von bewegtem Westie:
Interessenten: Gestern morgen eine Dame im Café: "ach ist der süüüüüüß!!!!! Also, wenn ich mehr Zeit hätte!!!!!..... " 2 Minuten Pause, dann "Wie lange kann er denn alleine bleiben????" "Er soll gar nicht alleine bleiben!" war meine Antwort.
Auch eine 70 jährige war interessiert. Ich hab mit einigen im Tierheim hier gesprochen - rüstig hin und her - nein, vom Tierheim würde sie den Hund nicht bekommen. Na, dann von mir erst recht nicht :-) Aki bleibt jetzt eh, bis das mit dem Ekzem weg ist.
Tag 9
Wir haben heute weiter an seinen Füßen gearbeitet. Ich meine, es sieht etwas besser aus, aber ich bin nicht sicher. Hoffentlich!!!! ist es keine Allergie. Ich lass ihn heute lieber nochmal mit Halskrause schlafen.

Aki hat nun eine neue Frisur ;-) weil Melanie eh schon die Schere in der Hand hatte, fing sie an und schnitt ihm vereinzelte Zotteln im Gesicht weg. Nun ja, es wurden immer mehr Zotteln.... Wir waren beide recht sicher, dass uns jeder Westiefreund nun umbringen würde... nicht, dass ich Melanie nicht gesagt hätte, dass sie immer schön rund schneiden solle!!!!! Ich mach morgen mal ein Bild. Er sieht aus wie Seppel.
Aber sonst ist er eher müde jetzt. Wir waren lange spazieren, auch auf der Hundewiese. Ich glaube, das hat gereicht. Vorhin hat er tief geschlafen. Überhaupt merkt man, dass er nun allmählich zur Ruhe kommt.

Grad hab ich ihm noch ein Spiel rausgesucht, das Klurig, aber er geht fast gar nicht dran und bleibt, trotz fetter Wurstringe drunter, einfach davor sitzen. Habs dann noch mit dem super einfachen Kugelspiel probiert, wo er nur eine Kugeln ganz bißchen anschubsen muss, um an das Leckerchen zu kommen. Er hat auch da nur zweimal geschubbst und setzte sich dann davor. Bei so was ist er ausgesprochen zögerlich. Aber sonst weiterhin ausgesprochen freundlich und gut zu haben.
Tag 13: Aki im Spielerausch
Der typische Spieleverlauf: Aki macht ein- bis zweimal stupps und fischt sich die Fleischwurst, setzt sich dann aber daneben und wartet... und wartet lang... (trotz fetten! Fleischwurstbrocken unter den Kugeln, die nur lockerst über dem Brocken aufliegen) |
Aber trotzdem scheint es ihm danach gefallen zu haben. Also haben wir noch das andere Schiebespiel gemacht (wo die Beagles in Bruchteilen von einer Sekunde alle Stäbe rausgepfeffert haben)
Fulminanter Start. Die Fleischwurst wird aus dem Loch |
... man wartet... |
...man riecht zwar, bleibt aber besser mal sitzen... |
... das Imperium bewegt sich... BINGO AKI... eine echte Spielernatur! |
Diese Bilder finde ich absolut typisch für die ganzen Hunde, die ich über Tierheim und co bekam. Sie haben überhaupt nicht gelernt, sich um sich selber zu kümmern. Nur beißen haben sie gelernt. Sobald dieses Muster nicht mehr klappt, sind sie völlig hilflos und wissen nicht einmal, wie sie ein paar Zentimeter rüber zur Fleischwurst kommen. Alle saßen sie hier und warteten, bis man die Dinge für sie in die Hand nimmt. In einiger Zeit wird er nicht mehr so sitzen!
Tag 14
Oh, Frauchen bringt das Spiel wieder :-))))). Heute saß Aki nicht mehr, sondern ging mit Schwung an die Sachen dran - war dann fast zu leicht.
Und damit es ihm nicht öde wird, hab ich mal ein kleines Suchspiel angefangen und für ihn stinkenden Fisch "versteckt" - geht bei ihm noch sehr leicht, weil er gar nicht aufpasst, wenn man was ablegt.
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Fisch 1 auf dem Stuhl hat er noch gesehen, wie ich es hin gelegt habe... schnapp... lecker... doch jetzt wurde es schwieriger - er musste mit der Nase arbeiten |
schnuff schnuff schnuff... GEFUNDEN! Ganz klar, da ist was. Mist, der Rollwagen rollt - Aki schreckt zurück. Dann aber nochmal. Auf die Idee, über das erhöhte Hundekörbchen zu gehen, kommt er leider nicht. Ein paar Mal schnuffelt er noch hin. Dann geht er und... setzt sich... siehe Bild oben... ;-) ach, ihr wollt wissen, warum der Hund so einen hübschen Puschelschwanz hat??? Weil ich heute sogar den gekämmt habe!!!! RRRRRRRRRRRRRR..... mit Kevlarhandschuh und Maulkorb. |
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Weihnachten
Wollt ich ihn nett am Halsband von den großen Doggen weghalten - zack, biss er in meine Hand das Mistvieh. Der Daumen wurde sehr heiß und ich hatte 2 Löcher - hoffentlich entzündet es sich nicht... Daraufhin habe ich lange mit ihm Halsband halten geübt - nein, es waren keine schönen Momente - mit Handschuh und einem um sich beißenden Westie - empört, dass seine Beißerei nicht die gewohnte Wirkung zeigt - aber am Schluss ließ er sich - zumindest für heute - am Halsband halten und ein paar Schritte führen. Hilft nichts, das muss einfach gehen. Ist wohl doch noch nicht so bald zu vermitteln. Hab das bisher gar nicht so gemerkt, weil ich ihn nicht festgehalten habe. Wenn aber ein Jogger oder sonst was kommt, muss man ihn einfach mal kurz halten können. Sonst wärs mir ja egal.
Dafür haben wir heute abend noch Pfote geben geübt - er hats ewig nicht kapiert, bot mir Platz und sogar Peng an. Warten, warten, warten.. und irgendwann kam dann das Ärmchen - und ab da hatte er es kapiert :-) konnte ich sogar knippsen - man sieht total viel haha - das, wo man mehr sieht, ist leider verwackelt. Er hob dann auch sein Ärmchen, als ich mit Lena was mit der Pfote machte.

Januar 2007
Aki hat fast eine Woche Urlaub hinter sich. Wir hatten im Kastanienhof einen Hundeurlaub über Silvester gebucht und hatten eine wunderschöne Zeit. Und immer, wenn ich ihn so sah, war ich froh, dass ich ihn von Rüsselsheim noch vor Weihnachten geholt hatte!

Es war erstaunlich, wie schnell Aki auch hier lernt! Ob wir auf dem Hundeplatz waren und er durch Tunnel und über Hürden hupfen sollte, ob er die Grundlagen vom Dogdancing oder ganz einfach grundlegende Basisübungen machen sollte, immer war er schnell dabei und erfasste, um was es ging. Wir haben viel gelacht und uns vorgestellt, wie ich mich mit ihm in einer Hundeschule anmelde und die dann fragen, was er schon kann. Aaalso er kann... und dann so ne ganze Palette und nach einer Woche die Begleithundeprüfung :-) Beim Obedience gäbe es ein Problem mit der Übung, sich die Zähne zeigen zu lassen - hmmm... ob Aki das nicht anders versteht??? Richter mit lebloser hängender Hand... ;-)
Aki, Sitz-Bleib - ca. 7 Schritte mit der dortigen Hundetrainerin, die das Angebot gemacht hatte - und rechts ist ihr Mann zu sehen, der sich in Aki wohl verliebt hatte (aber das haben mir nur andere Gäste erzählt). |
Aki übt die Rolle - nach recht/nach links |
Für die Hundeschule gab es einen kleinen Backofen, wo Hunde Sachen raus apportieren sollten. Coffey stand ziemlich bald drin, um zu schauen, ob noch ein Leckerchen drin ist - darauf haben wir es mit Aki versucht - klar ging der auch rein. Sitz/Bleib, Platz/Bleib - Aki macht alles. |
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Ich hab mich gewundert, dass Aki auch so problemlos ins Wasser geht. Hier ist er auf einem unserer Ausflüge - es war ein stürmischer Tag mit Sonne und Wolken und vielen vielen anderen Hunden. Ich schätze, wir waren locker 30 Hunde mit Besitzern.
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Birgit von der Hundeschule begleitete die Spaziergänge - und suchte wirklich einen schönen Weg nach dem anderen heraus.
Doch Aki wurde nicht nur trainiert, er wurde auch hübsch gemacht - naja, was soll man sagen ;-) Ulli und Nastasja waren auf jeden Fall sehr bemüht, das beste aus ihm zu machen. Sein Gesichtchen wurde dann so:

Über Selbstbewusstsein kann man bei Aki nicht klagen... Ich find das Camiorgeschirr übrigens potthässlich, aber es ist im Moment das einzige, was ihm passt. Ein neues kaufen lohnt irgendwie nicht.

Mitte Januar
Was will ich sagen, er ist halt ein Terrier... nach wie vor knurrt er, wenn man Richtung Körbchen geht - o.k. ich hatte in letzter Zeit auch keine Lust, was zu tun. Geschirr an- und ausziehen geht, aber die Ohren sind oft doch noch hinten. Wenn über der Straße ein Hund kommt, dann kreischt er sofort los, wenn er frei ist. Fazit: Leine in der Stadt und da, wo irgendwie eine Straße ist.
Vor ein paar Tagen hätte er fast einen Reiter vom Pferd geholt. Er ging wie ein Bekloppter auf eine Wildspur (zum ersten Mal und so schnell, dass es unmöglich war, etwas dagegen zu tun - schnell festhalten geht ja auch nicht). Die Reiterin, die ich später traf, erzählte mir gereizt, er sei hinter 3 Rehen hergeschossen, ihr Pferd sei gestiegen und durchgegangen. Gottseidank kann Coffey inzwischen "wau", so dass er wieder zurück fand. Aber auch hier nun das Fazit: Leine im Wald.
So klein er ist, er ist einfach ein Jagdhund und gehört im Grunde auch so ausgebildet. Er ist sicher kein Hund, der gerne auf dem Sofa sitzt. Sobald er zu lange sitzt (und ich gehe wirklich sehr viel spazieren...), fängt er an und leckt sich die Pfoten... super...ich bin diesbezüglich etwas ratlos. Ich kann ja nicht den ganzen Tag mit ihm durch die Gegend laufen und mit ihm arbeiten. Im Urlaub war das ideal, da gabs immer jemand, der sich mit ihm beschäftigt hat. Da hat er auch gar nicht geleckt und wollte nur noch schlafen nachts.
Sein neues Spiel draußen ist nun, dass er ununterbrochen kreischend um Lena zischt, die huldvoll gelegentlich ein paar Sprünge mit ihm rennt. Da ist er dann vor Freude ganz aus dem Häuschen und strengt sich gleich wieder endlos an, bis sie wieder ein paar Hoppser macht und ihn wegschnappt wie ne lästige Fliege. Allerdings scheint ihr das Spiel zunehmend auch zu gefallen und sogar Coffey hat ein paar Hoppser gemacht. Lena und Aki spielen auch sehr gerne zusammen das Spiel "Hunde vertreiben" - und ich finds machmal zwar sehr hilfreich, weil die Hunde dann auch weg sind, aber insgesamt natürlich gar nicht gut.
Ende Januar
Jetzt ist Aki schon wieder so lange da, dass er auch mal mit auf ein Beagletreffen gehen konnte. Und siehe da, genau passend war zum ersten Mal noch ein Westie dabei. Ein junges Westiemädchen, die allerdings gleich klarstellte, wer hier das sagen hat. Aki machte einen respektvollen Rückzug... dann doch lieber zu den Beagles vielleicht?
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Das ist schon auch typisch Aki - erstmal große Trommel - tadammtadammm... aber wenn er dann eins auf die Waffel kriegt, dann bleibt er lieber im Abseits (er ist der mit dem Geschirr) |
Wir kommen mit der Beißerei nur teilweise voran. Er ist einfach auch frech. Wenn ihm was nicht passt: rrrrrrrrr.. man probierts. Nützt ihm zwar bei mir nichts, aber er lässt es trotzdem nicht bleiben.
Viel, viel besser geht jetzt das Kämmen. Ich mach das zwar weiterhin nur mit Maulkorb, aber da hat er nun ziemlich aufgehört, rumzuknurren und lässt sich am Bauch und an den Füßen kämmen (mögen tut ers nicht, aber er erträgt es). Endlich sind alle Filzstellen und Knubbel raus.
Die Vermittlung
Das klang eigentlich prima. Eine Frau, die schon immer Hunde hatte, wollte Aki nehmen. Ja, sie sei wirklich mit Hunden erfahren und könne mit den Problemen von Aki umgehen. Wir brachten ihn hin und Aki schmiss sich sofort vor ihre Füße. Sie bückte sich und streichelte ihn sehr nah und eng am Kopf - hmm dachte ich. Aber es ging alles gut und Aki tippelte mit ihr mit, ohne sich nochmal umzuschauen.
Wir telefonierten miteinander - ja, er sei so brav und fühle sich wohl - NUR: er habe gleich am Anfang auf den Teppich gepinkelt. Komisch, dachte ich, das hat er bisher nur einmal bei jemand gemacht. Aber gut, es war nur einmal passiert und Frau B. konnte damit umgehen. Sie habe ihn geschimpft, da sei er ziemlich zusammen gezuckt, aber sie habe ihn nicht geschlagen. Hmmm... dachte ich... aber mei, im Grunde hat sie ja recht.
[Fortsetzung folgt]
Wieder daheim
So, da ist unser Puschel wieder... vier Hunde in der Wohnung, das ist GENAU das, was ich mir jetzt gewünscht habe ;-) Aber immerhin, sie vertragen sich alle bestens.

Aki bezog wieder seine Kissenburg:
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"Mach HOPP" und klar kann er es schon wieder - hin und zurück. |
Aki liebt es, mit seiner Freundin Melanie zu üben. Wenn sie kommt, dann ist er immer furchtbar glücklich. |
Aki kann jetzt auch mit Schwung auf einen hohen Baumstumpf springen - leider wird er dabei häufig von den Großen wieder runtergeschubst ;-) Die fackeln da nicht lange rum: Wenn er nicht freiwillig geht, dann stellt man sich halt einfach auf ihn drauf... das Leben als kleiner Hund ist nicht leicht! |
Damit auch die Muskeln trainiert werden, musste Aki den Trimmdichpfad durchlaufen. Hier stand gerade die Übung "Arme schwingen" auf dem Programm. |
Ein wunderschöner Frühlingstag - Aki ist glaube ich sehr zufrieden!

Eigentlich war dieses Café immer sehr leer und wir konnten prima mit den ganzen Hunden da in Ruhe sitzen. Diesen Nachmittag war das anders... 2 große Gruppen Leute - alles stürzte sich auf Aki - "ach, der beißt doch nicht" - "ich will den Hund haben, was kostet er?" - "ich weiß, dass er nicht beißt" - dann kamen immer wieder Leute an unseren Tisch und wollten wissen, ob er wirklich beißt - immer wieder glotz unter den Tisch - die eine konnte überhaupt nicht fassen, dass ich ihr den Hund nicht geben will - ich hab gesagt, sie kriegt ihn nicht, weil sie nicht glaubt, dass er beißt - aber das war irgendwie nicht zu verstehen - irgendwann meinte auch Melanie ganz entschlossen, dass sie Aki nicht kriegen würde - da guckte sie irritiert zu Melanie und meinte dann total giftig, was sie da überhaupt mitzureden habe - wir dachten schon, gleich geht sie auf Melanie los... Dann wurde der Mann von der Frau rüber geschickt - er solle mal mit uns reden, damit sie den Hund kriegt - glotz unter den Tisch... wir sind dann irgendwann in ein anderes Cafe gegangen. Aki an seinem gewohnten Platz - und dann kam eine Frau, wollte ihn irgendwie streicheln und fast hätte er sie gebissen - war ihm wieder alles zu viel. In solchen Situationen hat er vorher nie gebissen und sich immer streicheln lassen. Seit der Vermittlung an Frau B. ist es nun schlimmer geworden und man kann ihm im Grunde überhaupt nicht mehr trauen. Ein Mist ist das wirklich...Warum können die Leute nicht einfach Ruhe geben und den Hund in Ruhe lassen. Alle wissen, dass er nicht beißt und so süß ist und "der doch nicht" - "das nehm ich doch gar nicht ernst" - macht ihm so viel kaputt.
Aber dann draußen: Aki sprang von sich aus hoch über eine Holzabsperrung - hin und zurück - "kann ich, kann ich!!!" - Er bietet immer mehr an - wir sind immer wieder platt: "hast du Aki gesehen????????????!!!!"
Juni 2006
Seit dem letzten Eintrag ist viel Zeit vergangen. Der Hund, von dem ich dachte, dass er wirklich schnell weiter vermittelt ist, sitzt immer noch bei uns und ist im Grunde auch weiterhin nicht richtig vermittelbar. Ich überlege, was sich in den letzten Monaten eigentlich entwickelt hat.
Die Unsicherheit, die seit der letzten Vermittlung im Vordergrund stand, hat sich wieder gegeben. Ich meine, Aki ist deutlich ruhiger geworden - nicht nur nach außen, sondern auch in sich. Wir haben mit ihm viel trainiert. Immer ohne Hundeschule, aber doch recht erfolgreich. Aki apportiert sehr schön. Noch ohne Vorsitzen, aber mit recht zuverlässigem Holen und Bringen. Muss man es erwähnen... natürlich bringt er als Terrier auch ohne Zögern Berhardiner-Apportel zurück. Stabiler Biss zahlt sich aus:
Hürden, Tunnel, Stege sind für Aki überhaupt kein Problem - dieses schöne Foto verdanken wir einer sehr sehr guten Kamera - den Link zum Besitzer muss ich noch heraussuchen. Trotzdem schon einmal herzlichen Dank!!:
Mit der Nasenarbeit kommt Aki auch voran. Wir lassen ihn immer wieder längere Strecken absitzen und nach einem Säckchen oder einem Spielzeug suchen. Inzwischen weiß er, dass man die Nase dabei nutzen kann. Er findet die Sachen ausgesprochen schnell. Was wir auch manchmal machen ist das Leckerchen-Versteckspiel. Auf dem Bild macht er die Übung das erste Mal. Bei uns in der Nähe ist eine Holzbrücke, an der unten so Streben sind. Darauf kann man schön Leckerchen verstecken. Eine Weile hatte der kleine Prinz schon einen Hänger, aber dann auf einmal kam der Blitzgedanke: 'Oh, da oben riecht es!!!'

Die meisten Menschen wollen solche Übungen mit den Hunden aber gar nicht machen und so üben wir auch den guten "Grundgehorsam": Laufen an lockerer Leine...

Sitz/Platz-Bleib. Mir fallen gerade die ersten Wochen mit ihm ein, wo ich ihn fast nicht knippsen konnte, weil er nie still gesessen ist. Doch, da hat sich was getan!

Leider fällt er immer wieder ziemlich eklig Hunde an und beißt sich in deren Fell. Um dem Damoklesschwert "Fahrlässigkeit" zu entgehen, ziehe ich ihm nun doch öfter den attraktiven Maulkorb über. Auch bei größeren Menschenansammlungen kann so auf keinen Fall etwas passieren. Aki ist ein Hund geblieben, der ständig knurrt und auch versucht zuzubeißen. Ich fürchte, dass das auch niemals ganz weggehen wird. Da er aber ansonsten sehr brav ist, habe ich mich so halbwegs daran gewöhnt und lasse ihn halt überwiegend in Ruhe. Beim Bürsten, Baden usw. bekommt er immer den Maulkorb rum.

Weiterhin wünsche ich mir einen Platz für Aki, wo mit ihm trainiert wird und er nicht ein Leben auf der Couch führen muss.
Aki scheint es geschafft zu haben. Im McDonalds hat er zwei Menschen gefunden, die ihn von Anfang an mochten und ihr Leben einrichten, um ihn behalten zu können. Inzwischen ist er schon einige Wochen dort, hat ein neues Geschirrchen, eine neue Leine, ein eigenes Futter... von Rückgabe ist nicht die Rede :-) Na, Aki, ich denke, wenn du dich jetzt nicht wie die Sau aufführst, dann hast du es geschafft.
Die Bilder sind noch nicht die besten, aber für den ersten Eindruck ist schon mal bestens zu sehen, dass das ein Platz ist, wie wir ihn für ihn gewünscht hatten:
Das ist Mali |
und das ist Jens - todesmutig am Bauch |
Wie befürchtet ist es übrigens keineswegs so, dass Aki das Beißen lässt. Er tickt immer wieder hoch, hat eine Zahnärztin gebissen, tobte neulich im Auto rum, weil er einen Kauartikel hatte - Jens meinte, er sei da total durchgeknallt gewesen und man kam nicht mehr an ihn ran - usw. Aber Mali und Jens können damit gut umgehen und behalten (bisher toitoitoi) die Nerven. Glück für Aki!
Aki ist wieder da.

Nach ca. 6 Wochen ist Aki nun wieder da... gut ist, dass ich inzwischen Charly geholt habe... aber natürlich freue ich mich unglaublich, dass mein Lieblingshund Aki wieder bei mir ist...
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Warum mochten ihn Mali und Jens nur nicht behalten???????????? Soooooooo süß!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Man kann die Antwort quasi über die Löcher erraten, die nach diesen Wochen quasi alle McDonalds-Mitarbeiter an ihrer Hand haben... weil er ja soo süß ist, wollte man ihn natürlich streicheln und ihm zeigen, dass man es nur gut meint. Aki scheint sich zum zweiten Mal vorgenommen haben, so lange zu beißen, bis er wieder heimkommen kann. Diesmal hats nur länger gedauert, weil Mali und Jens bessere Nerven hatten und tatsächlich mit knurrendem, tobenden Westie lange ausgehalten haben. Vielleicht sollte vom Westie-Club ein Tapferkeitsorden verliehen werden?
Aki ist also wieder da und ist genau das, was mir noch gefehlt hat. Aber er scheint zufrieden zu sein und freut sich vor allem über die Hunde. Hat mir richtig gefehlt, das Dauergekreische beim Spaziergang, wo er mit Coffey spielen möchte:
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Es gibt so ein Buch: Was mach ich nur mit diesem Hund? Wie viele Bücher ich wohl davon haben muss, damit ich die Nerven behalte??? Am meisten liebe ich so Kommentare "ach, der Hund will einfach bei dir sein".
Ach ja, und damit doch wirklich alles für den Prinzen getan wird, habe ich ein teures Blutbild und die große Schilddrüsenuntersuchung machen lassen. Muss ich erwähnen, dass es umsonst war? Das ist wie bei aggressiven Leuten: die werden besonders alt und sind besonders gesund...
Aki ist also wieder abzugeben und die Prämie, die ich für den Abholer zahle, wird immer höher!!!!!
weiter gehts mit frischem Mut... Aki ist immer noch hier und es haben sich inzwischen wieder neue Interessenten gemeldet, die meinten, wenn Aki mal ein bisschen Erziehung bekommt, dann wird das schon. Wär schön, aber Aki hat inzwischen recht viel Erziehung und er beißt weiterhin, wenn ihm etwas nicht passt. Ich wundere mich, dass so viele Leute so sicher wissen, was mit Aki ist und wie mit ihm umgegangen werden muss...
Polemische Zwischenbetrachtung: Eine echte Bereicherung und Hilfe war ein Forum, wo ich um Hilfe für Aki gebeten hatte - gut, ich war schon gewarnt worden, dass es eher ein Psychiatrieckle ist, aber soo krass hatte ich es nun doch nicht vermutet. Unter anderem hatte ich geschrieben, dass ich es im Grunde eher vernünftig fände, Aki einschläfern zu lassen, weil man schließlich auch seinen Mitmenschen gegenüber eine Verantwortung hat - wurde es immer bunter. Interessant war, dass niemand eigentlich wusste, was mit dem Hund war. Jeder las ein bisschen mit, stänkerte mit, ließ seine Tagesaggressionen im Forum ab und schließlich fand die Gruppe (wie im Schulbuch) zu einer einheitlichen Gruppenmeinung, der sogar die Moderation zustimmte und am Ende noch fröhlich mitmachte bei dem Reigen. Die traurigen weinenden Grüße nahmen gar kein Ende mehr währenddessen Aki hier fröhlich seine Runden drehte und ich mich um seine Vermittlung kümmerte.
Man wusste sofort, wie man mit Aki arbeiten muss und was ihm fehlt - die allwissenden "Hundetrainer" schrieben viel, redeten viel - ja: psychologische Studien zeigen häufig, dass Vielrednern auch viel Kompetenz zugeschrieben wird. Nun ja... Masse ist leider nicht immer klasse. Unglaublich hilfreich war eine Idee, ihm einen Maulkorb anzuziehen - ach ne... dazwischen erfreulicherweise auch richtige Hilfeleistungen (an diese Leute herzlichen Dank!) - interessant der Hinweis, dass ein Westie eine ganz andere Körpersprache habe als ein Beagle - na, wer hätte DAS denn gedacht??? Als kleiner Welpe, der alles neu lernen müsse, wurde er nun bezeichnet - nur bisschen verwirrt - ja, so kann man das nennen... kleiner Welpe... trifft das Verhalten von Aki GENAU auf den Kopf. Ein kleiner verwirrter Akibubi, der die Welt gar nicht versteht... wer weiß, wie sich Aki verhält, hat nur ein müdes Grinsen im Gesicht. Es ist von Zuschnappen die Rede - Aki schnappt aber nicht zu. Aki beißt. Aki beißt ohne Warnung so fest, dass er bereits einen Knochen durchgebissen hat.
Es wurde immer besser. Mir wurde unterstellt, dass ich nichtsahnend eine Rasse zur Pflege aufgenommen habe und nicht gewusst hätte, was das bedeutet und ich gar nicht verstehen könne, was mit dem armen Hund sei. Und wie ich nur auf die Idee kommen könne, ihn gerade in den Ferien (Sommerferien) vermitteln zu wollen (Aki saß vor Weihnachten unvermittelbar im TH - das nur am Rande - ich hatte ihn bereits eine lange Zeit). Man hätte von mir einen Nachweis fordern sollen, dass ich diesen Hund erziehen könne - holla, sonst sollte ihn am besten der Tierschutz wieder holen. Was dann ein bissiger Hamster mit Aki zu tun hatte, verstand ich nicht ganz, aber das macht nichts. Rührend wurde dann das Entsetzen, wie das gottgewollte Lebewesen so schlecht verstanden wurde - es war wirklich zum Weinen - und eigentlich hätte das ganze Forum weinende Gedenkminuten einlegen sollen. Tat es aber nicht. Die traurigen Grüße eskalierten nun zunehmend.
Jetzt kam der grandiose Vorschlag an ALLE Interessierten (wohlgemerkt gab es nicht mal einen einzigen Interessierten...) - es gäbe eine Transportkette ins Ruhrgebiet. Meine Antwort, dass ich den Hund nur selber ins neue Zuhause bringen wollte, wurde gar nicht gelesen - , ich würde die Vermittlung mit dieser Antwort nur boykottieren und Aki wirklich keine Hilfe sein. Ach ja... ich frage mich, wer von diesen Westieleuten quer durch Deutschland fährt, um einen Hund ins neue Zuhause zu begleiten. Quak quak quak.... und noch lauter Quaaaak!!!!
Auf einmal wurden meine Urheberrechte verletzt und auch noch meine Texte im Forum veröffentlicht. Wieder quak quak quak und irgendeine Argumentation - zum Hundersten, warum die Dame den Hund nicht selber nehmen könne. Ganz klar kommt ihr rüber, was ich denke und was ich tun sollte. Ich hätte das Angebot des kostenlosen Trimmens annehmen sollen (ach ja? das war irgendwo bei Dortmund glaub ich - 5 Stunden Fahrt zum Trimmen?? Danke für das Angebot, aber da schneide ich dann doch lieber selber mit der Schere rein).
So - nun wissen alle endgültig - die Gruppenmeinung hat sich nun formiert - dass Aki völlig falsch erzogen wurde und es überhaupt keine Gründe gibt, den Hund einschläfern zu lassen (ich habe zu diesem Zeitpunkt schon gar nichts mehr geschrieben - die Diskussion wird ein völliger Selbstläufer) - alles würde nun durch meinen Sarkasmus auf der Homepage klar. Nun kommen Leute zu Wort, die eigentlich gar nichts schreiben, nun aber doch auch noch ihren Senf dazu geben müssen. Irgendein Hund wird lange beschrieben - was weiß ich - war zu faul, dessen Geschichte zu lesen - frage mich bis jetzt, was das mit Aki zu tun hat, aber man weiß ja nie.
Der Klopfer war dann doch ein Kommentar, nach dem man Aki - den lieben Puschel - auf dem Arm eines jungen Mannes sehen könne (auf meiner HP unter Freunde) - und wo man ja sehe, dass dieser Hund sooo lieb sei. Dieser junge Mann ist eine junge Frau und auch die wollte Aki schon tackern... (wobei Aki vor der ersten Vermittlung nicht so schlimm war wie danach und man ihn besser streicheln konnte). Man schrieb, dass ich Aki für wissenschaftliche Experimente benutzen würde - wow - was den Leuten alles einfällt, wenn kein Stoff mehr geliefert wird. Projektionen life. Kurzum - wenns schon so lustig war - diese Diskussion werde ich tatsächlich noch irgendwann genauer auswerten.
Da finde ich doch gerade das passende Bild: Aki vor der Universität, wo er zu Forschungszwecken die Vorlesung mitbesuchen musste - ach, der arme kleine Kerl!

Dazu kam jetzt noch, dass man mir auch meine eigenen Hunde entziehen müsste - und es soll weiter recherchiert werden. Ach ja - wann das tolle Buch wohl raus kommt? Wenn die großen Recherchierer doch lieber in der Zeit mal ihren Hintern in die Tierheime bewegen würden, um einen armen Hund herauszuholen. Quak, quak, quak... come sempre... aber als Abschluss meiner Gedanken: so etwas Verrücktes hab ich gottseidank noch nicht erlebt - und eins weiß ich auch sicher: einen Westie hole ich mir nicht mehr!!!!

Doch da ist er schon wieder, der Freund...



O.k. wenn der Hund schon da ist, dann missbrauche ich ihn halt wieder für die Forschung:
Aki wird für das Experiment der klassischen Konditionierung vor ca. 50 Lehramtstudenten vorbereitet:
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Und dann noch das kleine Experiment für die operante Konditionierung: zu zeigen war, dass ein Verhalten allein durch positive Verstärkung meist häufiger auftritt, durch unregelmäßige Verstärkung stabilisiert werden kann und das Verhalten durch Ausbleiben der Verstärkung auch wieder gelöscht werden kann. Der letzte Teil entfiel leider: Aki schnappte sich die Plastikflasche und schleuderte sie nur noch rum... |
November 2007
Eigentlich wollte die Frau den Charly haben. Aber Charly war viel, viel zu stürmisch für sie. Unverhofft kommt oft... nun liegt statt Charly der Aki vor ihrem Kamin und alle Daumen sind gedrückt, dass er endlich bleiben kann.
Sein 1. Tag heute war typisch... man probiert es... rrrrrrrrr hier...... rrrrrrrrrrrrrrrrr dort....... Doch er bekommt Contra. Die Frau meinte heute energisch "na nach einem Tag gebe ich doch nicht auf - da muss ich doch erstmal gucken, warum er überhaupt knurrt. Man muss den Hund doch erstmal kennen lernen!" Heute hatte sie jedenfalls viel Spaß mit ihm - und irgendwie kann ich mir sogar vorstellen, dass es die beiden zusammen schaffen.
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Is wohl nicht so gut, so eng da miteinander... aber das war bisschen mein eigener Fehler: ich hatte gesagt, dass ich gerne ein Bild von beiden zusammen machen würde...
Das ist sein neuer Aussichtsplatz zum Garten:
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Erster Tag im neuen Zuhause: ein ständig knurrender Aki - aber eine resolute Besitzerin - abwarten
Zweiter Tag im neuen Zuhause: ein etwas weniger knurrender Aki, der lernen muss, dass nicht überall kreischend Postboten und co angemacht werden müssen. Aki hilft immerhin dabei, das Kaminholz reinzutragen und kommt zur Ruhe. Weiterhin eine glückliche Besitzerin, die die Nerven behält :-) - abwarten.
Dezember 2007
Ganz vergessen zu schreiben. Seit ein paar Wochen ist der putzige Aki wieder da. Die "resolute Besitzerin" meinte eines Tages (nach ca. 4 Tagen), dass der Puschel so unglaublich lieb und putzelig aussieht, dass man sich zu ihm aufs Sofa legen und ihm das Köpfchen kraulen kann. Den Humor hat sie ja trotzdem behalten. Alle Achtung! Das war nämlich bis auf den Knochen gebissen - mit Nachfassen...
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Das Vertrauensverhältnis war trotzdem irgendwie dahin und so nahmen wir Aki wieder zurück. Bedanken uns für den spontanen Frühstückscafé und hoffen, dass nicht zu tiefe Narben zurückbleiben. (Die Bilder haben wir ca. 4 Tage nach der Attacke gemacht. Vorher war alles auf das Doppelte angeschwollen und muss furchtbar ausgesehen haben - "der beißt ja wirklich und ist nicht normal!!!!"). Sagen wir doch...
Neue Runde bei Angelika
Wieder einmal das Café Fatal... und eine neue Vielleicht-Besitzerin? Sie hat auf jeden Fall früher mit schwierigen Kindern gearbeitet und hat von daher sicher Vorerfahrung, wie man therapeutisch arbeiten kann. Eigentlich wollte sie sich jetzt einen Hund aus Spanien holen. Gerade hat sie Aki abgeholt - der dachte sicher "oh je... nicht schon wieder..." und will es mal versuchen. Hat Kontakt mit einer Frau, die schon seit langen Zeiten einen Westie hatte. Nun ja, und dann gibt es noch eine Katze im Haushalt. Hmmm... Aber früher hat Aki laut Tierheimbericht kein Problem mit Katzen gehabt. Hoffentlich hat sich das nicht geändert und Aki bekommt sein Weihnachtsgeschenk 2007, dass er nun endlich ein richtiges Zuhause findet.
Daumen drücken und viele gute Gedanken an Angelika schicken :-)