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Ca. 2007 fiel mir auf, dass Lena immer mehr Warzen bekam. Eine hing im Augenwinkel, andere kleine weiße am Körper. Mir ging es da wie bei Coffey: Mir fiel es auf, ich erwähnte es sogar mal hier in der Tierklinik, doch ich bekam gesagt, dass das kein Problem sei und man sie am besten einfach in Ruhe lasse. Und da ich selber auch nicht wusste, was ich tun soll, ließ ich es halt. Lena war ansonsten munter und ich weiß, dass ich gerade dieses Jahr noch so oft dachte, dass sie vielleicht mal richtig alt werden könnte.
Es war im September 2008. Damals war ich schon in der homöopathischen Tierarztpraxis nahe bei Erlangen (siehe Coffeys Geschichte). Ich nahm eher so nebenbei auch Lena mit, weil sie eineSchwellung im Gesäuge hatte, die auch nicht mehr weg ging. Ich dachte lange, sie sei vielleicht scheinträchtig - wie so oft schon - gut, es fühlte sich grieselig an, aber ich hab da keinerlei Erfahrung und hatte gehofft, dass die aufgeschwollene Stelle einfach so wieder verschwindet. "Können Sie sich mal noch schnell Lena anschauen?..."
Sie schaute sich Lena an und ich hörte schon an ihrer Stimme, dass das nicht einfach eine Schwellung war. Über die Zitze drückte sie dunkles Blut heraus. Mir wurde es schlecht. Vielleicht müsse man es operieren und sie wahrscheinlich auch am besten kastrieren... Ich dachte nur noch "Krebs, Krebs, Krebs... aus, ich verliere sie..." und das, was man in solchen Situationen halt so denkt. Ob man es nicht auch ohne OP vielleicht wegkriegen könne???? Was sie machen würde, wenn es ihr Hund wäre??? Ich weiß noch, dass sie sich in dem Moment verwandelte und ohne jeden Zweifel sagte, dass sie es kinesiologisch austesten würde und dann die Behandlung darauf einstellen würde. Das wirkte auf mich so überzeugend, dass ich es genau so probieren wollte. Sie nahm einen Tropfen Blut von Lena und wollte sich innerhalb von zwei Wochen melden, weil sie gerade wenig Zeit hatte.
Bis zum Abend saß ich am Internet und las überall, dass man bei Krebs operieren müsse. Überall stand es. Ich hielt die zwei Wochen nicht aus und wollte es nur noch hinter mich bringen. Am nächsten Tag ging ich hier in meine "alte" Tierklinik, wo ich bisher mit den Operationen sehr zufrieden war.
Das Unheil begann... Ich hatte schon an der Anmeldung darum gebeten, zu einer bestimmten Ärztin zu kommen. Doch dann kam eine andere Ärztin ins Wartezimmer, die ich schon lange kenne, menschlich auch mag, fachlich aber nicht so unbedingt Zutrauen habe. Solche Situationen sind ja nun besonders blöd. Was sollte ich schon sagen? "Nein, zu Ihnen will ich nicht."?? Hätte ich sagen sollen, aber ich hatte nicht den Mut dazu.... Sie tastete also wieder Lenas Schwellung ab und meinte auch, das müsse man operieren. Ein oder zwei Tage später, gleich ganz früh, bekam ich den Operationstermin (Do, der 18.9.2008). Und mein Lenchen tappelte fröhlich neben mir her und vertraute darauf, dass ich mich schon um sie kümmere. Bis heute habe ich Schuldgefühle, dass ich ihr Vertrauen in dieser Zeit so verraten musste. Musste ich wirklich? Rückblickend: Ich weiß es nicht. Ich würde es so jedenfalls nicht mehr machen.
Lena rannte auch am Operationsmorgen glücklich über die Hundewiese... und fuhr dann mit mir in die Tierklinik... und wurde von mir ins Wartezimmer gebracht... und legte sich vertrauensvoll auf ihre Decke... Meine große Sorge war, dass diese Tierärztin auch noch Lena operieren würde. Doch die Hoffnung war noch da, dass die nur die Untersuchung gemacht hatte.
"Kommen Sie bitte?" Da war sie und ich dachte wieder, ich sollte gehen - und traute mich wieder nicht, es zu sagen.
Lena kam auf den obligatorischen Metalltisch, die obligatorischen, nett gemeinten! Auszubildendenhände griffen nach Lena... Sie hielt anfangs erstaunlich gut durch, drückte ihren Po an meinen Bauch und hatte wohl den Eindruck, dass wir gleich wieder gehen würden. Die Ärztin nahm die Nadel, um Lena im Vorderlauf die Narkosespritze zu geben. Bohrte an/um Lenas Vene herum und meinte "Hat sie schon so oft Spritzen bekommen?? Ich komme gar nicht rein!" "Nein, sie hat bisher nur einmal eine Narkose bekommen, die ist aber Jahre her und da gab es auch keine Probleme."
"Also, dann probiere ich es noch mal."
Wieder bohrte sie mit der dicken Nadel an der Vene herum. Lena wurde unruhig. ICH AUCH!!!! Ich sollte gehen, verdammt...
"Ist sie wirklich früher nicht gespritzt worden? Das ist komisch. Ich komme einfach nicht rein." "Nein, sie ist ganz sicher nicht gespritzt worden." "Also dann versuche ich es jetzt intravenös (? heißt das so??), dann muss ich sie aber hinten rasieren."
Zu ihrer Assistenz: "Gibst du mir mal den Rasierer?"
Sie fing an, an Lenas Hinterbein und Lena bekam allmählich wirklich Angst.
"Oh, der Rasierer geht nicht. Wer hat den denn gestern benutzt? Der ist ja noch ganz schmutzig. Hol mir doch mal einen anderen." Und zu mir den sicher nett gemeinten Spruch: "Schlechter Start - aber dann wird die OP hoffentlich gut". Irgendwie kam es nicht mehr richtig fröhlich bei mir an...
Pause - Assistenz sucht Rasierer
Gut, dann ging es sehr schnell. Lena war sofort weg und wurde sofort von der Ärztin weggetragen. Ich sagte noch, dass es mir sehr wichtig sei, dass ich sie VOR dem Aufwachen schon bei mir habe und dass sie, wenn nötig, auch gleich die Gebärmutter raus tun sollten - und, dass ich nicht wissen wolle, ob es jetzt bösartig oder gutartig sei (ändert doch eh nichts, wenn man es weiß und nimmt die Hoffnung, wenn es schlecht ist). Jaja... und weg waren sie.
Das lange Warten begann. Die erste Stunde trank ich noch einen Kaffee drüben, doch dann saß ich im Wartezimmer und zählte die Stunden.. und hörte die Geschichten...
"Ja, was hat er denn Ihr Hund?"
"Ach, der kann fast nicht mehr stehen. Heute morgen ist er beim Trinken in seinen Napf gefallen und wäre fast ertrunken."
"Haben Sie es denn schon homöopathisch versucht?"
"Wir haben schon alles mögliche versucht, aber es wird einfach nichts mehr."
"Also, ICH würde mal zu der Frau Dr. ??? gehen. Die ist in der Südstadt. Also, wenn gar nichts mehr geht, dann kann man ja immer noch homöopathisch probieren. Ich mach das immer ganz zum Schluss. Passieren kann ja nichts!"
.... oder:
"Ich bring meinen Hund nur schnell her. Jetzt bin ich extra den ganzen Weg von Hersbruck hierher gefahren. Dort mag ich ihn dann doch nicht operieren lassen. Da fahr ich dann lieber die ganze Strecke." (ähm... für Ortsfremde... es sind von da ca. 30km...). Der bleibt jetzt da und heute abend darf ich ihn wieder abholen."
usw. zum Teil wirklich kurios, aber in so einer Situation eher nervig, zumal ich auch reden sollte..
Ich habe viele Stunden gewartet - und mich zunehmend gefragt, ob mein Lenchen überhaupt noch lebt. Schließlich habe ich doch mal gefragt, was mit ihr ist. Es sei alles gut gelaufen (der Ärzte-Lieblingsspruch...), sie sie schon wach, liege aber noch am Tropf. Na toll. GENAU DAS wollte ich eben nicht. Sie sollte bei mir aufwachen. Noch eine halte Stunde, dann wurde sie mir endlich gebracht. Und erkannte mich sofort. Ganz kurz und schwach wedelte sie mir entgegen. Im Gegensatz zum ersten Mal früher, wo sie recht problemlos aus der Narkose zurück kam, zitterte sie dies mal soo schlimm, wie ich noch nie ein Tier hab zittern sehen. Der Tropf hing an ihr - sie brachten Decken, die aber gar nichts nützten. Ein Assistent musste ununterbrochen Fieber messen, wo ich mich auch frage, ob das wirklich nötig ist - ich mein, dass sie stark unterkühlt war, das sah man ja nun auch ohne das Gerät... Es wurde nicht besser. Sie muss sich furchtbar elend gefühlt haben. Schließlich bekam sie noch einen anderen Tropf mit angeglich wärmender Lösung. "Das hilft ihr jetzt bestimmt schnell". Tat es aber nicht. Sie kam einfach nicht zurück. Nebenbei sah ich, dass ihr eines Vorderbein, wo Tropf 1 angelegt war, recht angeschwollen war, dachte nur leider, das wäre normal.

Endlich bekam Lena eine Heizplatte unter ihren Körper. Ich hab sie lange durchmassiert und die Pfoten geknetet während der Assistent brav weiter Fieber maß. Er hätte mal nach vorne an die Vorderbeine schauen sollen... Nach langer Zeit kam Lenchen endlich ganz bisschen zurück. Melanie kam mit weiteren Decken dazu und sah sofort das dicke Vorderbein. Endlich konnte ich raus gehen und sagen, dass mal ein Arzt danach schauen sollte. Jetzt ging es sehr schnell. Eine polnische (?) Ärztin kam herein, erschrak total und rannte raus, um eine Schere zu holen. Der Tropf war die ganze Zeit in den Muskel gelaufen. Das Bein sah aus, als hätte Lena die Elephantitis. Später kam wieder die Ärztin rein, die operiert hatte. Es seien auch Knoten auf der Gebärmutter gewesen und sie hätte sie jetzt gleich mit raus operiert. Es sei aber alles gut gelaufen... und sie habe einen Spritzplan, wie man Lena jetzt weiter behandeln könne. In zwei Wochen müsse man damit anfangen. Na gut, dachhte ich, sehen wir mal, was die homöopathische Tierärztin dazu sagt...
Nach vielleicht 2 Stunden konnten wir Lena endlich aus den Decken holen - sie hatte alle Decken unter sich nass gepinkelt und lag auch noch die ganze Zeit in dem eiskalten Urin. Ach, Lena. Es tut mir bis heute leid, was da passiert ist!
Erst daheim schaute ich ganz kurz auf ihren Bauch. Es war furchtbar!!!! Alles geschwollen und dicke hässliche schwarze Fäden überall. Sie hatten ihr den ganzen Bauch bis oben rasiert (hätte weniger nicht auch gereicht????). Ich konnte fast nicht hinschauen und legte erstmal nur die Decken darüber. Sie bekam Schmerzmittel und Antibiotika.
Den Nachmittag hab ich mich einfach mit ihr ins Bett gelegt und versucht, ihr gaanz bisschen Hühnerbrühe über meinen Finger zu geben, damit sie ihren Hals anfeuchten kann und sich von innen wärmt. Sie mochte das.
Ob sie die Brühe wohl nimmt????? |
Ja! Sie nimmt es :-) |
Die Sache mit den Stramplern... zuerst hatten wir das Modell in rosa.. der war zu klein.
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Dann gab es das etwas größere Modell in ansprechendem Hellblau. Super schick mit Streifen. Der passte besser, aber in der Nacht hörte ich auf einmal, dass sich Lena leckte - schoss senkrecht hoch: Lena hatte den Strampler abgestreift. Ich hab am nächsten Tag Schlaufen daran genäht und ihn im Halsband eingespannt. Ab da ging es dann endlich und ich konnte entspannt schlafen. Ich hatte früher mal einen Dackel, die sich nach einer OP komplett über Nacht alle Fäden rausgezogen hatte. Dankeschön, nicht noch einmal. Der große Unterschied ist jetzt aber, dass ich meinen Hund da schlafen kann, wo ich will. Früher musste er in der Küche schlafen... aber das ist eine andere Geschichte...
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Am nächsten Tag bekam ich den Anruf auf AB, dass die Medkamente für Lena schon bereitlägen. Die homöopathische Tierärztin hatte sie ganz schnell fertig gemacht und ich bekam ein schlechtes Gewissen. Ach, und wenn ich das gewusst hätte, hätte ich ganz sicher noch gewartet und der ganze Mist wäre gar nicht passiert.
1 Tag nach der OP |
2 Tage nach der OP |
2 Tage später, am Samstag morgen, war die Nachkontrolle. Diesmal ein russischer (?) Arzt - auch wirklich sehr nett - nur leider mit recht großen Sprachproblemen. Er verstand mich fast nicht, wusste auch eigentlich nichts, guckte aber auf die Wunde und meinte, die sehe gut aus. Alles in Ordnung. Ich nahm andere Schmerzmittel und neue Antibiotika mit.
Mehrere Hunde und eine Hündin, die den Bauch fast offen hat, schafft unter anderem logistische Probleme! Die einen wollen laufen, sie kann nicht - sie kann nur getragen werden - grundsätzlich ja gar nicht so schlimm, aber wenn die anderen Hunde dann zerrend in der Leine hängen, kommt kein richtiger Spaß auf. Die Klogänge waren für Lena wohl ausgesprochen schmerzhaft. Danach fing sie immer an, sich mit dem Hinterfuss an der Narbe zu kratzen. Ich war manchmal wirklich am Rotieren... Damit sie sich wenigstens nicht aufkratzen konnte, habe ich ihr einen neuen Mantel genäht, wo der Bauch komplett bedeckt war. Und so hatte sie ein neues Ausgehdress. Schick, ne?!

Für die Nächte bekam sie einen Sonderplatz neben meinem Bett. Seit der OP hatte sie Angst, dass ich wieder weg gehe. Sie verfolgte jeden Schritt von mir und wurde gleich unruhig, wenn ich nicht da war. Bis heute schläft sie oft so, dass ihr Kopf so liegt, dass sie sehen kann, ob ich da bin. Lena... der Hund, dem so etwas immer egal war! Ich bin recht sicher, dass sie noch mitbekommen hat, wie sie in der Narkose weggetragen wurde.
10 Tage hatten sie gesagt, dann wäre es vermutlich wieder zugeheilt. Doch es fing an zu nässen und sich zu entzünden. Ich ging in der folgenden Woche wieder in die Klinik. Es habe keiner Zeit. Schließlich ging ein Auszubildender mit mir in ein Zimmer. Er meinte, bei Wunden sei er recht fit. Da sei ein dicker Knubbel unter der Naht. Ja, Tumore würden oft ganz schnell wachsen, das könne schon sein. Ich solle am besten gleich einen Ultraschall machen lassen. Es war wirklich eine zwetschgengroße Verhärtung auf einmal da. Es war der Moment, der mir die Weiche für die Zukunft stellte. Ich wusste, dass ich mit dieser ganzen Behandlung in der Tierklinik jetzt aufhören wollte.
Ich nahm Lena mit und hatte einen sehr, sehr schwarzen Nachmittag, an dem sich die Gedanken um Tierfriedhöfe, Gärten von Bekannten usw. drehten. Nebenbei, es ist gar nicht so leicht, seinen Hund ohne Pipapo unter die Erde zu bringen... Ich habe auch keine Lösung gefunden.
Und schließlich rief ich bei der homöopathischen Tierärztin bzw. bei ihrer Sprechstundenhilfe an und bekam sehr schnell einen Termin.
Das Unheil hörte wieder auf.
Es war ein herrlicher Tag, überall lagen Nüsse und Äpfel herum. Die Gegend um Atzelsberg liebe ich! Auch ein kleiner Spaziergang mit Lena war drin.
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Und dann nur noch den kleinen Berg hinunter und endlich wieder eine Tierärztin, wie man sie sich wirklich wünscht. Völlig ohne dieses blöde pseudofröhliche Standardgequake der meisten Tierärzte ("So, jetzt messen wir erst mal Fieber und dann müssen wir Blut abnehmen, ob die Laborwerte richtig sind - und dann noch Ultraschall" und dann ab zur Kasse... huaaaaaaa!!!! Wie ich das inzwischen hasse!!!). Nein, sie ist mit ihren ganzen Globuli im Rücken ohne den ganzen Gerätepark einfach ehrlich da. Als sie die Narbe bzw. die Nicht-Narbe sah, war sie auch erschrocken. Der hintere Teil unter der Brust war inzwischen bretthart angeschwollen, drückte auf die Narbe und die war zum Teil aufgeplatzt und nässte/eiterte vor sich hin. Zur großen Erleichterung war sie sicher, dass es kein Tumor war, was da drin drückte. Sie ließ es erst einmal und laserte die Wunde. Ich bekam stärkere Antibiotika (die ich hatte, waren wohl viel zu schwach - hatte mich schon gewundert, auf der Packung stand, dass man auf Resistenzen testen solle...), weitere Schmerzmittel und vor allem eine Packung Mut (das Gemurmel "die werden doch wohl für innen selbstauflösende Fäden genommen haben..." habe ich wohl gehört ;-) Wir witzeln hier bis heute, dass irgendwann noch die Operationsanleitung herauseitert... ).
Endlich nach und nach heilte die Wunde ab. Die Verhärtung kam nur von Wundsekret und ließ sich mit einer Spritze sehr problemlos herausholen. Lena lag ganz ruhig. Vielleicht war es für sie auch angenehm, als der Druck weniger wurde. Letztlich ist die Wunde jetzt schöner abgeheilt, als wir das erwartet hatten.
Und dann, als eigentlich schon alles wieder gut war, kam noch einmal der Kompletteinbruch. Ich musste eigentlich den ganzen Tag in Herzogenaurach arbeiten. Mittags ging Melanie zusammen mit Mali und Jens los, um die Hunde herauszubringen. Schon im Treppenhaus fing Lena auf einmal an, schwallartig zu brechen (ich glaube, dass sie dachte, dass sie wieder weggebracht wurde). Sie fuhren noch hinunter in den Wiesengrund und dort kollabierte Lena wohl total. Die Augen drehten sich schon weg, die Schleimhäute waren weiß, sie erbrach sich und alle dachten, dass sie stirbt.
Ich bekam den Anruf gerade noch zu Anfang des Nachmittagunterrichts. Die Schüler waren total nett und meinten, ich solle doch fahren und sie würden sich alleine mit dem Material beschäftigen. So düste ich los mit dem kleinen Micra und Jens fuhr seinerseits mir mit Lena entgegen. Wir trafen uns an einer Tankstelle. Ich sah, wie Lena bei Mali im Auto lag - völlig weggetreten. Doch in dem Moment, wo ich sie ansprach, richtete sich auf einmal ihr Blick. Sie kam zu sich und wir kamen mit einem "Not"hund mittags in die Praxis, der auf einmal wieder fit war und sogar fressen konnte... Die nächste Woche bekam sie Ipecacuana (brasilianischer Brechwurz) - witziger Name - und etwas gegen die Magensäure. Ab da war es wieder gut. Ich nahm sie aber die nächsten Wochen mit, wenn ich einen ganzen Tag arbeiten musste...
Dezember 2008
Lena wurde jetzt wieder ausgependelt und befindet sich danach nun wieder im Sycose-Stadium II. Der Exkurs zu diesen Sachen kommt noch, aber das kapier ich selber noch nicht so richtig. Das Sycose-Miasma ist das, wo der Körper zu viel produziert: Pickel, Warzen, Tumore. Drei Stufen gibt es davon und Stufe III ist die schlechteste. Also müsste sie jetzt in das Stadium I kommen. Gut, dass ich das nicht testen kann, sonst würde ich vermutlich jeden Abend mal gucken ;-)
Seit ihrem "Umzug" nach Bräuningshof bekam sie - oh je, was bekam sie eigentlich alles??
2 oder 3 Globuli Salpetersäure (? - war das acidum nitricum?) und Natrium phosphoricum (Schüsslersalz), anschließend das Schüsslersalz Calcium Sulfuricum D6. Die Salpetersäure sollte im Körper das Schlechte vom Guten trennen.

Jetzt im Dezember nach dem neuen Austesten kriegt sie 4 Wochen Mariendistel (Carduus marianus)
und einmalig hat sie 3 Globuli Feuerlilie (Lilium tigrinum) bekommen. 
Ihr geht es wieder unglaublich gut. Die Narben sind endlich verheilt und sie rennt draußen vergnügt herum. Wieder würde ich denken, dass sie noch ganz alt werden kann. Sie ist auch psychisch wieder stabiler geworden - kann wieder etwas mehr alleine bzw. ohne mich sein. Über Lena freue ich mich jeden Tag. Sie wirkt oft richtig glücklich.
Nicht richtig gut ist ihr Magen. Ihr war es immer schon mal übel, aber was neu ist, ist, dass sie manchmal den Mageninhalt ohne jede Vorwarnung herausspeit. Das ist eklig, weil es auch schnell auf dem Schuh oder sonst wo landet. Naja, und so richtig in Ordnung ist der Magen damit halt nicht. Aber es ist noch so, dass es o.k. ist.
Die eine Warze an der Schulter hat jetzt oben einen schwarzen Punkt bekommen. Die am Auge wurde bei der OP weggeätzt - schade, da sieht man jetzt gar nicht, ob sich was bewegt. Die anderen Warzen finde ich im Moment gar nicht mehr. Die hatte eigentlich einige - wo sind die geblieben???
Was auch nicht ganz gut ist, ist ihr Rücken. Sie ist oft ziemlich fest in der Rücken- und Schultermuskulatur, aber im Moment geht es wieder.
Die Kastration war für Lena vermutlich grundsätzlich schon gut. Sie war immer schon scheinträchtig und irgendwie so, dass dieses Thema immer im Raum stand. Die Tierärzte wollten sie ja schon oft kastrieren - aber immer nur halt so - Mir fällt gerade wieder ein, wie Lena vor ca. 3 Jahren im tiefen Winter bei Ödenberg (mitten in der Pampa) kurz vor dem Auto in der Standhitze auf einmal verschwunden war. Stundenlang suchte ich sie mit Coffey, die mich durch den Winterwald zerrte (natürlich durch das dichteste Unterholz) und vermutlich ihre Spur hatte - bloß war ICH halt mit dem Gestrüpp und Schnee für Coffey eine Plage. Sie schaute immer zurück mit dem Blick "he, jetzt komm doch endlich!!!" Als es schon fast dunkel wurde, kam Lena zum Auto zurück und ich wusste nicht, ob sie von einem Rüden gedeckt worden war. Das waren stressige Wochen!!! Ich sah mich schon in der kleinen Wohnung mit 12 Welpen sitzen... Aber den Vorschlag der damaligen Tierärztin, Lena gleich prophylaktisch zu kastrieren, fand ich einfach nur brutal. Wenn sie wirklich schwanger gewesen wäre, dann schneide ich doch nicht einfach alles raus. Ein schwangeres Tier muss doch Schutz haben. Ich finde das bis heute abartig. Und so habe ich die Wochen ausgesessen und hätte die Welpen im Notfall halt aufgezogen.... Aber ich hatte Glück :-))) Und so konnte Lena immerhin 9 Jahre alt werden, ohne verstümmelt zu werden. Ich würde es wieder so machen.
Seitdem hat sie weniger Angst draußen, ist deutlich schmusiger geworden - ich erkenne sie oft nicht wieder.
ES IST WINTER UND ICH LEBE NOCH :-)))))))) |
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Mai 2009
Lena watschelt schon länger vorne wie eine Ente. Bei Rennen geht sie auch in eine Schonhaltung. Ihre Schulter ist sehr fest, sie hat auch einen Zacken zwischen den Schulterblättern. Psychisch geht es ihr unglaublich gut. Sie ist so zufrieden mit der Welt, rennt mir glücklich entgegen, will arbeiten, will essen, will schmusen.
Ich habe mit ihr zwei Osteopathiebehandlungen gemacht, die das bestätigten, was ich schon geschrieben habe. Alles zu fest im Schulterbereich. Vermutlich Arthrose. Röntgen? Muss man röntgen? Nein, muss man nicht. Aber Rotlicht sei gut. Keine Sprünge mehr. Also trage ich jetzt 2 "Handtaschen" durchs Treppenhaus... ... Eisbärchen ist eine Tasche, die lieber selber Treppen läuft und erstaunlich geschickt genau in dem Moment losläuft, wenn man sie hochheben will (mit den anderen Tieren an der Leine eh eine Herausforderung...) "Ätschi - ich bin schon unten!!!" - Dann niest sie immer sehr zufrieden, wartet kurz und rennt genau wieder vor mir weiter. Lena!!!! Lena, jetzt warte halt. Du sollst da nicht runter!!!!!! Leeeeeena!!!!
Nies. Leute, ich mach, was ich will!
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M. versucht schon eine Weile, über eine Fernheilerin aus irgendeinem Internetforum Lenas Energien wieder positiv zu beeinflussen - stundenlange Sitzungen sind das - ob es hilft, weiß ich nicht. Aber ich finde es wirklich nett, dass sie da ein völlig fremder Mensch immer wieder hinsetzt und versucht, Lena gute Energien zu schicken.
Lena sollte letztes Mal beim TA auch kinesiologisch auf Nahrungsmittel getestet werden. Lena... sie verweigerte schon das "Ja" zur Testung. 3 Anläufe - es ging nicht. Ach, Leute, ich vertrag alles - was sollen wirs testen - so kann ich ALLES essen. Ne, Coffey - dumm, dumm für dich.
Anfang Januar 2010
Ich dachte diesen Januar, dass es doch einfach mal ein Monat werden könnte, wo ich nicht zum TA muss. Wo ich mir von dem Geld einfach mal eine neue Hose kaufe oder Schuhe... oder so... Aber nein, es kam anders. Vor 3 Tagen habe ich abends einen Knubbel oben neben Lenas Brustwarze getastet. Ein kleines Stück hatten sie damals bei der OP drin gelassen, weil es sehr gut aussah... 2 Tage warten und dann musste ich es doch wissen.
Wieder mal bei Schnee 40km rüber zur Tierärztin. Warten und der Blick durch die Glastüre auf den dicken Schnee. Davor die schwarze Katze, die den Beagles immer unmissverständlich klar macht, dass sie abziehen können. Lena und Coffey wissen das schon. Kleine Oli wollte sich ins Kampfgetummel stürzen... Ganz ruhig war es, da zu sitzen und darauf zu warten, ob es ein Tumor ist. Die Antwort war eindeutig. Ja. Es ist ein Tumor in dem Stück der Milchleiste. Die Frage ist nur, ob gut- oder bösartig. Was machen, war die Frage der Tierärztin. Ich habe gesagt, dass sie es so machen soll, wie es für sie passt. Nie mehr Schulmedizin und Tierklinik!!! Es war auch im Zimmer ganz ruhig. Sie hatte sich ganz viel Zeit genommen und ich war wirklich froh darum, um das denken zu können, was passt. Irgendwie ist sonst zwar der Kopf beteiligt, der Rest merkt aber erst zeitverzögert, was auch wahrzunehmen ist und für eine gute Entscheidung wichtig ist. Einer der ersten Sätze der TA war (sinngemäß): Na, da hast du beschlossen, dass du jetzt auch mal dran bist und Aufmerksamkeit haben willst.
Lena bekam eine Spritze, um zu sehen, ob sich der Tumor abkappselt, vielleicht sogar kleiner wird. Nächste Woche kriegt sie nochmal eine. Wenn das nichts hilft, will die TA operieren. Sie hat Lena noch kinesiologisch ausgestet und ihr Acidum Nitricum (C30) gegeben. Dazu Tabletten "Lymphomyosol", die Lena 2x täglich bekommt. Kinesiologisch kam bei den Krebsnosoden heraus, dass Lena nicht darauf anspricht - mit Glück ein gutes Zeichen.
2. Behandlung Mitte Januar
Inzwischen ist Lena zweimal gespritzt worden (Neydil heißt es - ich weiß nicht, wie man es schreibt). Der Knubbel ist natürlich nicht kleiner geworden... Er hat sich aber verformt und ist jetzt nicht mehr rund wie eine Erbse, sondern platt und oval. Was mir das wohl sagen will??? Ansonsten ist Lena aber weiter fit wie ein Turnschuh.
Morgen gibt es Spritze 3. Ich möchte sie im Moment jedenfalls nicht operieren lassen. Ihr geht es so gut und ich möchte ihr das nicht nehmen, so lange es nicht sein muss.
3. Behandlung
Die TÄ sagt es auch. Der Knubbel hat sich verändert. Er ist größer geworden, aber auch weicher. Ziel ist weiterhin, dass sich der schlechte Kram vielleicht abtrennt vom guten Gewebe. Sie meinte, der Knubbel sei heute besser abgegrenzt als vor 2 Wochen. Operieren wollen wir beide nicht. Abwarten. Wieder eine Spritze und nächste Woche wieder kommen.
Immerhin ist es dort wunderschön. Wir haben danach einen langen Winterspaziergang über die Höhen gemacht und Lena war bester Laune.
Anfang Februar
Irgendwie haben sich die Götter gegen Lena und mich verschworen. Der Knubbel ist die letzte Zeit trotz Medikamenten und viel Hoffnung einfach weitergewachsen. Wahrscheinlich waren es Notzellen, die beschlossen hatten, auch hier zu wohnen. Mies ist, dass es auch genau eine Stelle ist, wo man mit der Hand ständig dran kommt und daran erinnert wird, dass die Zellen sich wohl fühlen. Die Tierärztin hatte zwar angekündigt, dass ICH entscheiden müsse, ob Lena operiert werde, aber eines war mir klar: Wenn DIE sagt, dass es gemacht werden muss, dann kann ich einpacken.
Heute hat sie getestet und getestet... immer wieder haben wir so gehofft, dass keine Operation nötig ist. Und jedes Mal kam raus, DASS es nötig ist. Es war nur noch frustrieren! Was bisher ja nie eine Rolle gespielt hatte, was ICH denke. So. Man gehe zu einer naturheilkundlich arbeitenden Tierärztin... wenn ich nicht hinter der OP stehe, dann wolle sie eigentlich auch nicht operieren, das sei energetisch schlecht - dann würde die Narkose schlechter vertragen... einfach schlecht sei das. Prima. Neue Ärzte, neue Herausforderungen. Ich will sie aber eigentlich nicht operieren - auch, wenn das vielleicht nicht richtig sein mag. Dieses Geschneide und der große Eingriff erscheinen mir im Grunde absurd, um eine Heilung zu erzielen. Letztlich ist die Ursache damit nicht behoben, das Tier geschwächt und es ist oft nur eine Frage der Zeit, dass der nächste Knubbel kommt. Mir kommt es quasi vor, wie eine Vergewaltigung, dass ich diesen Weg nun gehen muss. Aber ich weiß, dass viele Hunde nach den OPs auch lange gelebt haben - und letztlich muss ich sagen, dass ich der TÄ in dieser Hinsicht ganz einfach vertraue. Es gab ganz einfach kein Entrinnen. Sie teilte mir mit, dass sie ihre Behandlung nun einstellen würde, weil es nichts bringt und Lena "gesagt" hat, dass sie die Operation will. Volle ERPRESSUNG!!!!! Das fehlt ja noch, dass ich ohne Tierarzt dastehe (auch wenn ich über die VOX-Fernsehsendungen sehr viel lernen durfte!!!). Ich hab kein einziges Röntgenbild, keinen Ultraschall und auch keine Punktion bekommen...
Und dann meinte sie noch mies, dass ich gerne Lena auch in der Tierklinik operieren lassen könne. Klar. Dumme Nuss... am besten wieder bei dieser Frau Baisser oder wie die heißt. Die Lena nicht mal in Narkose
Geschafft. Die OP - und wie es auch laufen kann
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Der Tag der OP. Dienstag, 18.2.2010 in Bräuningshof. Definitiv KEINE Tierklinik mehr, auch wenn die TÄ leicht spöttisch meinte, dass ich da gerne hingehen könne, wenn ich wolle...
Um 11 Uhr stand ich also mit Lena (und Oli) in der Praxis und wartete darauf, den Tripp hinter mich zu bringen. Die TÄ, die operiert hat, war die selbe, die im Sommer Lenas und Olis Rücken behandelt hat. Na, passt ja. Ich habe ja sogar damals Lena mit ihr fotografiert. Im Gegensatz zu bisherigen Behandlungen wurde Lena nicht gleich der ganze Fuß abrasiert, um eine kleine Nadel zu setzen, sondern nur ein Ministreifen. "Oh, jetzt hab ich deinen weißen Fuß schmutzig gemacht. Das machen wir mal sauber." Und da stand diese TÄ und putzte erstmal gründlich das Blut vom Fell. Sie ließ Lena ganz langsam und entspannt einschlafen und am Schluss lag sie tatsächlich mit einem Lächeln im Gesicht auf dem Tisch. Wurde von der TÄ ganz sanft hochgenommen und in den OP getragen. Ein minikleines Bündel Hund.
Ich ging eine Runde mit dem Oli spazieren und bekam Lenchen schon wieder nach einer Stunde zurück. Sie röchelte wie mein Auto morgens... durch ihr Gaumensegel und Oli dachte, der Teufel kommt zu Besuch. Sie war zu Tode erschrocken, regte sich unheimlich auf und brauchte ganz schön lange, bis sie nicht mehr auf Lena losgehen wollte. Gottseidank half mir eine Tierarzthelferin. Sie massierte bestimmt eine Stunde Lenas Ohren und ihren Bauch, damit sie gut zurückkam. Tja und so saß ich dann ca. 3h mit singendem Leni. Irgendwann kam mal Frau Dr. Zurr, die Tellington anbietet vorbei - und DIE konnte tatsächlich Oli an ihren Ohren massieren. Durch die Mittagspause war es ganz still in der Praxis, so dass Lena auch ohne Stress da liegen konnte. Diesmal fror sie gar nicht, kam aber sehr, sehr langsam zurück, was angeblich an der speziellen Narkose mit Morphin lag. Ziel war, dass sie diesmal stressfrei durch die OP kommt.
Auf der Heimfahrt überholte ich einen großen Viehtransporter. Komische Welt ist das. Ich sitz mit meinem Hund, bestens tierärztlich versorgt, mit Decken und allem Pipapo im Auto, während neben mir wahrscheinlich mindestens 100 Rinder, dicht an dicht in Todesangst auf ihrem Mist stehend dem Schlachthof entgegenfahren. Chancenlos, der ganzen Qual zu entkommen.
Die nächsten Stunden daheim waren nervig. Lena wurde nicht richtig wach und war unruhig. Erst ca. um 21.00 kam sie auf die Füße, war sehr entschlossen, dass sie jetzt aufs Klo müsse, ging danach genauso entschlossen in die Küche (klar musste sie gerade jetzt versuchen, auf den Stuhl zu springen...), wollte Fisch. NUR Fisch, nein danke, kein Hackfleisch und auch bitte keine Kekse. Danach kroch sie mit einem Grunzen unter die Bettdecken und wurde die nächsten Stunden nicht mehr gesehen.

Den Strampler fand sie prima. Ich hatte schon vor einem Jahr den Eindruck, dass sie gerne mit ihm schläft. Ist so eine schöne Hülle, in der man sicher ist. Sie ließ sich, ohne auch nur im entferntesten kooperativ zu sein... , in das Ding reinstopfen und blieb dann einfach auf dem Rücken liegen. Und lächelt zufrieden.
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Sie schlief direkt neben meinem Kopf. Manchmal musste ich sie bisschen kraulen, aber alles in allem war es ruhig.
Nächster Tag:
9.15 TA Termin... super. Um 7 aufstehen... Lena ist deutlich fitter als gestern. Sie kann wieder laufen und scheint mit der Welt zufrieden zu sein. Auch der Gang in die Praxis ist kein Problem. Lena ist entspannt.
Auch heute wieder eine Überraschung. Nein, kein 1,2,3 und HOPP, um Lena gewaltsam auf den Rücken zu drehen. Frau Dr. Horstmann bückte sich, um von unten drauf zu schauen. Dadurch blieb Lena, bis auf die Spritze, völlig entspannt und tappelte wieder ruhig aus der Praxis. Wir gingen unten im Vogelschutzgebiet eine kleine Runde spazieren. Lena war munter. Ich hatte etwas Sorge, dass die Rehe hinten wieder auf die Wiese kommen, wie kürzlich. Lena guckte so, als hätte sie DIESE SORGE eher nicht. Coffey und Oli fanden Fettfutter, die Plage unserer Zeit... Ansonsten war es herrlich da unten!
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Leute, es ist schon wieder Winter. Ich wurde wieder operiert. Aber ich lebe immer noch! |
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Narkosen lassen ja oft das Gedächtnis bisschen schlechter werden.. Ich erinnere mich jedoch sehr genau daran, dass ich noch vor einer Woche hier die Rehe gefunden habe. Viele Rehe. Und es wäre mit den Schmerzmitteln wirklich kein Problem, sie auch heute zu finden. Ich hab ja einen Schutzmantel an. Zwei Schutzmäntel! |
Lena schläft jetzt wieder und hat das Schlimmste diesmal wohl überstanden. Die Biopsieergebisse kommen morgen oder übermorgen... Das ist nicht richtig schön, aber wissen will ich es nun doch.
Wir wünschen allen eine gute Nacht!
Lena und Marion
Das Biopsie-Ergebnis
Ich wollte es ja eigentlich gar nicht wissen. Aber wie das so ist... Wenn man das Paradies mal verlassen hat, dann will man doch Erkenntnis haben. Also rief ich heute in der Praxis an und wurde später zurückgerufen: Der Knubbel war gutartig, es sind aber Zellen dabei gewesen, die evtl. entarten können. Deswegen müsse ich jetzt die andere Seite regelmäßig sehr gründlich abtasten. Wenn sich auch nur ein kleiner Knubbel gebildet hat, dann muss die andere Seite auch noch operiert werden. Es sie auf jeden Fall richtig gewesen zu operieren.
Das Ergebnis passt zu den widersprüchlichen Einschätzungen vorher - einerseits kam kinesiologisch raus, dass es gutartig ist - es kam aber auch heraus, dass man operieren solle. Wir hatten mit beiden Meinungen recht.
Jetzt muss Lena erstmal zuheilen. Danach wird sie dann wieder naturheilkundlich behandelt.
Es geht ihr jedenfalls gut. Fast ZU gut. Sie meint, dass sie sich ständig im Schnee wälzen müsse, dass sie durchaus jagen könne und dies auch im dichtesten Gestrüpp kein Problem sei. Sie kriege doch Antibiotika und Schmerzmittel. Und die Wunde sei doch zugenäht. Was da passieren könne??? Ganz im Notfall könne man ja nochmal zunähen.. Ach Lena!!!

Lena ist weiter guter Dinge. Die Narbe fängt jetzt aber wohl bisschen an zu jucken. Auf dem Film seht ihr Lena am dritten Tag nach der OP:
ZUM FILM: Lena wird wieder gesund.

Nicht, dass jemand denkt, Lena bekäme nur karge Diätkost... jetzt werden hier auch noch Pläne ausgelegt...
Nach einer Woche
Lena geht es weiterhin gut. Die Narbe sieht prima aus. So prima, dass ich glaub ich morgen mal die Fäden anschauen lassen muss. Die scheinen einzuwachsen... Sieht irgendwie aus, wie Gras im Schnee.
[Fortsetzung folgt]
Und ab in die Praxis
Das ist so schnell verheilt, dass ich heute einen vorzeitigen TA-Termin ausgemacht habe, damit die Fäden nicht einwachsen. Diesmal war ich bei Frau Dr. Zurr, die u.a. sehr viel Tellington anbietet. Auch bei ihr war ich wieder überrascht. Nicht "1,2,3 Hopp" - und der Hund wir auf den Tisch geschmissen, damit er da liegt ("das mag ich auch nicht", meinte sie). Nein, auch diese Tierärztin bückte sich und erledigte alles bei Lena im Stehen, so dass die nach anfänglicher Unsicherheit ruhig auf dem Tisch stand und die dort ausgelegten Schafsbrocken knusperte. Diverse Fäden sind jetzt raus. Lena ging entspannt in die Praxis und genau so wieder raus. Verblüffend, mit wie wenig Stress eigentlich vieles erledigt werden kann!
Lenas Laune war danach bestens. Wahrscheinlich ziept es nicht mehr so.
Und nochmal ab in die Praxis - und jetzt richtig!
Alle Fäden raus. Die Tierärztin meinte, dass es vielleicht auch gut abheile, wenn der Mond gut stehe, sie das bisher aber nicht berücksichtige. Ich muss direkt mal schauen, wie das mit dem Mond bei Lenas OP war. Es gäbe auch bei ihnen OPs, die nicht gut laufen - es sei wohl von der Konstellation Tier - Besitzer - Tierarzt abhängig. Wie auch immer, wir hatten diesmal jedenfalls die optimal Kombination :-)
So, jetzt bekommt Lena das Programm, das mir schon letztes Jahr von der Tierklinik empfohlen worden war:
Coenzyme + Ubidionon + Parabenz + Lymphyosot
Das wird bei Tumoren wohl oft gegeben. Ist nicht homöopathisch, sondern wirkt auf zellulärer Ebene - holt irgendwie den Dreck aus den Zellen. Ich habe es gestern gutmeinend gleich gegeben und fand heute morgen ein total krankes Lenchen vor. Lider wie ein Basset - Kübel von Magenschleim und komplette Appetitlosigkeit. So gegen 11 wollte ich schon mit ihr heimfahren, weil ich dachte, dass sie einfach nicht spazierengehen kann. Fuhr dann aber doch mit den Hunden an den See. Hmmm... dachte ich....
Ich mach die Autotüre auf. Coffey springt fröhlich raus und tappelt im Sauseschritt los, Lena springt raus und tappelt fröhlich los. Oli zischt hinterher. Ein Acker - Lena wälzt sich genüsslich auf dem Rücken (endlich mal kein Mantel mehr - WAS? WER ist krank heute???), knickt ihren Schwanz in das umgekehrte U und rast begeistert über den kompletten Acker. Ja, endlich sind die Fäden raus, Leute!!! Ich schaue freudig zu und sehe im Augenwinkel auf einmal energisch Coffey antraben. Was hat die denn im Maul?? Einen Fasanenflügel vom Acker. Sie hat ihn gefressen. Komplett mit allen Federn...
Krankheit und Gesundheit liegen irgendwie sehr nah nebeneinander. Eine kleine Umweltänderung und alles ist vorbei.
Das nächste Bild ist noch von dem alten Text und wird irgendwann eingebaut... Das war ca. Anfang Oktober 2008 schätze ich.
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Diesmal durfte auch das Lenchen mit... Beate hat geackert! Aber sie schafft es :-) |
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